Testen, Bewerten & Behalten [User Review] MSI Z370 SLI PLUS

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Wastel

Neues Mitglied
13. 12. 2017
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Vorwort:

Zunächst einmal möchte ich mich beim Hersteller MSI sowie bei der HardwareInside Redaktion für das Bereitstellen des Mainboards bedanken.


Einführung:



Das MSI Z370 SLI Plus Mainboard ist eines von vielen neuen Mainboards auf dem Markt für den Sockel 1151v2, sprich ist für die neuen IIntel Coffee Lake Prozessoren geeignet.
Erwähnenswert ist hierbei, dass Mainboards der 300er Serie nicht mit Kaby Lake oder Skylake Prozessoren kompatibel sind.
Ich selber verfüge über einen Intel Core i5 8600K Prozessor, der in Verbindung mit diesem Mainboard genutzt wurde. Die Z-Serie der neuen Mainboards unterstützt hier als eines der wichtigsten Features das Übertakten von Intel K-Serie Prozessoren, was im nachfolgenden auch getestet wird.
Anzumerken ist zudem, dass Systeme auf Kaby Lake / Coffee Lake Basis nur noch unter Windows 10 laufen.

Unboxing:



Der Lieferumfang ist beim MSI Z370 SLI Plus Mainboard normal, hier finden sich:

1* MSI Z370 SLI Plus Mainboard
2* SATA II Kabel (gewinkelt/gerade)
1* Installations CD
1* QuickStart Guide
1* Anleitung zum montieren des CPU Kühlers
1* Anleitung für das Mainboard
1* RGB Fan Header Verlängerungskabel
1* HBM SLI Bridge
1* I/O Shield Blende

Die Verarbeitungsqualität ist sehr solide, das Layout ist gewohnt übersichtlich, alle Anschlüsse taktisch klug angeordnet und gut erreichbar.
Die Materialqualität ist ebenfalls gut, die Kühlkörper sind im Vgl. zu den MSI Z170/Z270 SLI Plus größer geworden. Am besten gefällt mir der Rahmen um die rückseitigen Anschlüsse des Mainboards. Bei den Vorgängermodellen gab es dies nicht.

Technische Daten:

Das MSI Z370 SLI Plus Mainboard besitzt den Formfaktor ATX und verfügt u.a über:

- 4*DDR4 DIMM Slots (max. 64GB unterstützt)
- 1* CPU Steckplatz für Intel Coffee Lake Prozessoren
- 1*24 PIN Anschluss
- 1*8 PIN Anschluss
- 2* M.2 Slots
- 3* PCI-E x16 Slots (2-Way SLI /3-Way Crossfire)
- 3* PCIE-E x1 Slots
- 6*4 Pin Lüfteranschlüsse (inkl. Für WaKü Pumpe)
- 6*SATA III Anschlüsse
- Anschluss für 4 Front USB 2.0 Anschlüsse
- Anschluss für 4 Front USB 3.1 Gen1 Anschlüsse

Auf der Rückseite des Mainboards finden sich: (von links nach rechts)

1* PS/2 Schnittstelle
2* USB 2.0
1* DVI D
1* USB 3.1 Gen2
1* USB TypC Gen2
2* USB 3.1 Gen1
1* HDMI Anschluss
1* Intel I219-V Gigabit LAN
2* USB 3.1 Gen1
7.1 Audio inkl. Toslink



Die Anzahl der Anschlüsse ist soweit für die meisten Leute ausreichend, es finden sich genug Anschlüsse für Maus/Tastatur sowie diverse externe Speichermedien.
Praktisch finde ich das Vorhandensein eines PS/2 Anschlusses, etwas schade ist das Fehlen eines VGA Anschlusses.
Sonst mangelt es an keinen Anschlüssen, die man durch etwaige Adapter/PCI Expansion Karten nachrüsten müsste (für den 08/15 Anwender).

SLI/Crossfire Support ist bei dem Mainboard gegeben, auch wenn es von einem Preis zu Performance Standpunkt selten Sinn macht für einen Gaming PC zwei schwächere Karten anstatt einer modernen leistungsstarken Karte auszurüsten.
Auf dem Mainboard liefen durchgehend eine GTX 1080 ohne Probleme.

Ebenso kam eine Soundblaster Z PCI-E Soundkarte zum Einsatz, welche einwandfrei lief. Die interne verbaute Soundkarte lief gut mit meiner Logitech Z506 5.1 Anlage, am Klang gab es nichts zu meckern, allerdings bietet die Soundblaster Software mehr Möglichkeiten der Einstellung für eine bessere Optimierung jedes einzelnen Lautsprechers. Für 2.1 Lautsprecher/ Kopfhörer Anwendung reicht die interne Soundkarte für mich durchaus aus, es ist auch kein unterschwelliges rauschen bei Kopfhörern wahrzunehmen.
Ausreichend Lüfteranschlüsse sind mir sehr wichtig, diese Voraussetzung erfüllt das Mainboard auch.

Zuletzt findet sich auch eine ezDebug LED vor, die bei CPU,RAM oder Grafikkarten Fehlern leuchtet und somit die Suche nach einem Systemfehler erleichtert.







Vergleich MSI Z170A SLI PLUS vs MSI Z370 SLI PLUS


Als ich mir vor über einem Jahr einen neuen Gaming PC baute, entschloss ich mich für einen Intel Core i5 6600k Skylake CPU sowie ein MSI Z170A SLI Plus Mainboard. Warum? Weil letzteres im Angebot war
Doch was hat sich in ca. 2 Jahren an Anschlüssen sowie Features bei der „SLI PLUS“ Reihe bei MSI geändert?

Schaut man sich beide Mainboards erstmals grob an, fallen drei große Unterschiede auf:

Erstens sind das die größeren Kühlkörper, zweitens mehr Anschlüsse und drittens der verstärkte Rahmen bei den I/O Anschlüssen.
Bei genauerem Hinsehen fallen noch weitere Unterschiede auf wie z.B zwei anstatt einem M.2 Slot, die Anordnung der Knopfzellenbatterie, LED Mystic Light Sync sowie dass alle SATA III Anschlüsse nun seitlich und nicht z.T nach oben angeordnet sind.

Gerade in puncto Anschlüssen hat sich in 2 Jahren viel getan, sodass man nun beim Z370 Board 8 USB Anschlüsse am I/O findet, anstatt wie früher nur 5 Stück. Entfernt wurde beim Z370 nur der VGA Port sowie wurde ein PS/2 Kombianschluss verwendet anstatt zwei einzelne Anschlüsse. Letzteres ist in der heutigen Zeit durchaus zu vernachlässigen, hingegen hätte ich es schön gefunden, wenn MSI den VGA Port auch beim aktuellen Lineup beibehält.

Ansonsten hat sich an Features wie z.B Steel Armor, Audioboost und DDR4 Boost bis auf einige kleine Tweaks nichts groß geändert.
Preislich kostet das Z170A aktuell knapp über 100€, gekauft wurde es Anfang 2016 für etwa 135€.
Das Z370 Modell kostet derzeit knapp 140€. Im Vergleich zum alten Modell, bekommt man nun für quasi den selben Einkaufspreis wie beim Vorgängermodell 2016 deutlich mehr Features.



Testsysteme

System Nr.1:

Prozessor: i5 6600k Prozesor (OC) @4,4Ghz
CPU Kühler: Sythe Fuma
Mainboard: MSI Z170A SLI PLUS
Arbeitsspeicher: 24GB DDR4 @2400Mhz
Grafikkarte. KFA2 GTX1080 8GB VRAM
SSD: 480GB SanDisk ULTRA II
Gehäuse: Anidees AI8 Black Window AI-08BW Big Tower



(Unordentlich aufgrund eines parallel laufenden Netzteil-Reviews :) )

System Nr.2:

Prozessor: Intel Core i5 8600k (OC) @4,3Ghz
CPU Kühler: BeQuiet Dark Rock 2
Mainboard: MSI Z370 SLI PLUS
Arbeitsspeicher: 16GB G.Skill DDR4@3200Mhz
Grafikkarte: Gainward GTX1080 8GB VRAM
SSD: ADATA SU800 256GB
Gehäuse: Sharkoon VG5-W ATX



(Unordentlich, weil.. kein Platz für Kabelmanagement)

Getestet wurde mit dem Basis Takt sowie übertaktet (6600k@4.3Ghz /8600k@4.4hz) .
Der Grund für den niedrigen Takt liegt daran, dass der Intel Core i5 8600k Prozessor bei mir sehr schlecht übertaktet. Dies liegt nicht am Mainboard, sondern vermutlich an einem „schlechten“ Chip. Aufgrund mangelnder Verfügbarkeit des 8600k zum Zeitpunkt des Erstellen des Review, konnte auch kein bezahlbarer, nicht unverschämt überteuerter Prozessor von Ebay erworben werden.
Laut kurzer Internetrecherche sollten bis ca. 5,0Ghz mit entsprechender Spannungsanpassung möglich sein. Somit konnte leider kein „großes“ Overclocking getestet werden.

BIOS:

Genutzt wurde die BIOS Version 7B46vA1.
Das Overlay hat sich in meinen Augen wenig im Vgl. zum Z170A verändert.
Der Aufbau ist übersichtlich, oben links findet sich gleich der Button für OC Genie 4. Dieser ermöglicht ein übertakten auf Knopfdruck für unerfahrene Anwender.
Das verstellen von einzelnen Spannungswerten, Prozessortakt, Muliplikatoren etc. geht sehr einfach in diversen DropDown Menüs.
Die Bedienung ist intuitiv und die Untermenüs logisch angeordnet.
Weitere Features umfassen das Erstellen von Lüfterkurven, sodass ab einer bestimmten Temperatur sich die Lüfter mit X-Umdrehungen drehen.
Der BIOS Flash ist mit M-Flash sehr simpel, sodass man quasi nichts dort falsch machen kann.

Übertakten:

Das übertakten beider Prozessoren erfolgte im oben näher beschriebene BIOS.
Beim 8600k wurde der Multiplikator auf 4,5Ghz bei 1,25V gesetzt, wo das System aber instabil lief.

Auch bei höheren Taktraten wie 4,7Ghz und 1,25 bis 1,35V lief das System noch immer instabil.
Stabil lief es erst auf 4,3Ghz mit 1,25V.
XMP wurde beim Coffee Lake System aktiviert, der RAM lief auf seinen 3200Mhz im Dual Channel Betrieb.

Stromverbrauch

Im Ruhemodus verbraucht das System knapp 45W
In Game
bei PUBG verbrauchte das System knapp 270W
Bei Furmark unter Volllast verbrauchte das System 308W


Benchmarks:


Es wurden die nachfolgenden Benchmarks durchgeführt:

Cinebench R15
Heaven Valley
GTA 5
ROTR
Ghost Recon Wildlands
Playerunknowns Battlegrounds.


Auflösung war 1920*1080p unter Windows 8/10, FPS sind avg.

Coffee Lake System mit Intel Core i5 8600k @Basistakt & 4,4Ghz

Cinebench R15 985cb (OC) 1088cb
Heaven Valley Benchmark Score 6035 (OC) 6444
GTA 5 (alles Ultra) 101 FPS (OC) 108 FPS
ROTR (very High, ohne pure hair) 135 FPS (OC) 135 FPS
Ghost Recon Wildlands (Sehr Hoch) 90 FPS (OC) 95 FPS
PUBG (bis auf Schatten Ultra) 90 FPS (OC) 95 FPS
PUBG Testserver 125 FPS (OC) 130 FPS

Vergleich zum Intel Core 6600k

Cinebench R15 650cb (OC) 700cb
Heaven Valley Benchmark Score 4700 (OC) 4900
GTA 5 (alles Ultra) 85FPS (OC) 93FPS
ROTR (very high, ohne Pure Hair) 120 FPS (OC) 122FPS
Ghost Recon Wildlands (Sehr hoch) 78FPS (OC) 85FPS
PUBG (bis auf Schatten Ultra) 80 FPS (OC) 85FPS
PUBG Testserver 110FPS (OC) 115FPS


Im Zuge der Benchmarks kam es zu keinen Abstürzen, der Overclock wurde durchgehend gehalten und die Performance war sehr zufriedenstellend.

Preis-Leistungsverhältnis:

Aktuell kostet das MSI Z370 SLI Plus Mainboard ca. 150€. Das billigste Z370 Mainboard, welches ein übertakten der Intel Coffee Lake K-Serie CPUs ermöglicht kostet derzeit knapp unter 100€, bietet aber auch wesentlich weniger Features als das hier getestete MSI Mainboard.
Ähnliche Z370 Mainboards für fast den selben Preis bieten hier und da ein paar zusätzliche Features (Z370 Gaming Pro z.B ein M.2 Shield für niedrigere Temperaturen und mehr LED Beleuchtung), aber im Großen und Ganzen bekommt man hier ein Mainboard mit allen wichtigen Features, die man für einen Gaming PC braucht.

Der Anschaffungspreis für die Mainboards selbst im Vgl. zu Z270 Boards ist nicht gestiegen, einzig allein der Preis für Prozessoren ist zum Teil angestiegen.
Kauft man nun einen 6-Kern Intel Core i5 8600k Prozessor, so zahlt man knapp 280€ im Vergleich zu einem 4-Kern Intel Core i5 6600k Prozessor für knapp 210€.

Die Performanceunterscheide sind bei 1080P mit einem 60Hz Monitor kaum spürbar. Bei 1440p / 4K / 1080p144Hz Gaming sowie Rendering Aufgaben würde das ganze durchaus etwas anders aussehen und der Intel Core i5 8600k Prozessor klar vor dem Skylake System liegen.


Kommen wir zum Fazit:

Das MSI Z370 SLI Plus Mainboard bietet für einen angemessenen Preis u.a. eine Vielzahl an Features wie diverse M.2 Slots, verstärkte PCI-E Anschlüsse, ein üppiges I/O mit vielen Anschlüssen und ein übersichtliches BIOS.
Gerade wer auf der Suche nach einem guten Mittelklasse Overclocking fähigen Mainboard ist, wird mit dem MSI Z370 SLI PLUS durchaus zufrieden sein. Die Performance ist solide und auch die Optik ist sehr schick.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Board, große Bedenken oder Nachteile sind mir hier nicht aufgefallen.

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Nachtrag 1: Anbei noch das Fotoalbum mit allen Fotos:
https://www.hardwareinside.de/community/gallery/albums/msi-z370-sli-plus.835/
 
Zuletzt bearbeitet:

AlexKL77

Puppekopp
22. 03. 2016
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Köln
Bilder-Upload scheint gerade auch ziemlich zu spinnen. Gerade auch 2 Bilder hochgeladen, die jetzt nicht mehr verfügbar sind aber hier im Forum in der Vorschau zu sehen sind.
 
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