Corsair 400Q [Userreview]

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haligia

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02. 12. 2015
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nähe Stuttgart

Moin Leute,


hier ein Review zum Corsair 400Q. Vorerst herzlichen Dank an Mindfactory und Corsair für die Testers & Keepers Aktion und somit das ermöglichen dieses Reviews. Ich konnte seit zwei Wochen das Gehäuse gründlich testen und gebe hier mal meine Meinung ab.


Mit dem 400Q und 400C präsentiert Corsair die kleinen Geschwister der 600Q und 600C Gehäuse. Vielen waren die 600er Modelle zu groß und zu teuer. Jetzt gibt es aber eine passende Alternative... Mit dem 400Q & 400C bietet Corsair eine günstigeres und kompakteres Gehäuse bei der man bezüglich der Qualität keine Abstriche machen muss.


Inhalt:

  • Einleitung und erster Eindruck
  • Technische Eckdaten
  • Verpackung und Lieferumfang
  • Design
  • Verarbeitung
  • Montagemöglichkeiten
  • Temperatur- & Lautstärketests
  • Positives/Negatives
  • Fazit




Verpackung und Lieferumfang:


Das Gehäuse kommt in einem 50cm x 29cm x 53cm (LxBxH) großen Karton. Das 400Q wird gegen Kratzer mit einem transparenten Plastikbeutel und für sicheren Transport oberhalb +unterhalb mit Styropor geschützt. Auf allen Seiten des Kartons findet man die wichtigsten Informationen welche ich vorhin auch schon in meiner Tabelle aufgelistet habe.








Im Lieferumfang sind:

  • 6x Kabelbinder
  • 16x Mainboard/HDD Schrauben
  • 16x SSD Schrauben
  • 4x SSD-Becherschrauben
  • 16x kurze Lüfterschrauben
  • 4x lange Lüfterschrauben
  • 1x extra Mainboard-Abstandhalter
  • Benutzerhandbuch
  • Garantiehinweis


Was ich vermisse sind die Schrauben für die Netzteilmontage. Leider hält Corsair generell das Zubehör minimalistisch. Bei etwa 90€ Kaufpreis erwartet man das nicht.


Design:


Corsair setzt wieder auf ein schlichtes und edles Design. Dank der fehlenden 5,25“ Schächte ist die Front aus einem Stück mattschwarz lackiertem Stahl und sieht daher für die, die sich ein zurückhaltendes Design wünschen, super aus.





Das Frontpanel hat seitlich 1,8mm breite Lufteinlässe. Dies ist notwendig da durch die Stahlfront kein Luftfluss herrschen könnte. Der Ein/Aus-Schalter, die beiden USB 3.0 Ports und die 3,5mm Anschlüsse befinden sich oberhalb zwischen Frontpanel und oberer Lüfterabdeckung. Die Schalter leuchten weiss und haben einen kurzen Schaltweg.






Die obere Lüfterabdeckung ist aus Kunststoff. Auf der Unterseite befindet sich wieder das Dämmmaterial und die komplette Abdeckung wird mit 6 Magneten am Gehäuse gehalten. Die Magnete sind stark genug, sodass sich die Abdeckung nicht verschiebt. Beim Öffnen der Abdeckung sieht man gleich die oberen Lüfteröffnungen die über ein Wabenmuster verfügen.





Verarbeitung:


Die Verarbeitung des Gehäuses ist sehr gut. Das Gehäuse ist von 4 Seiten ausreichend gedämmt. Die Seiten sind mit 0,65mm + mm Dämmmaterial recht straff weshalb Verbiegungen und Vibrationsgeräusche kein Problem sind. Die wenigen Kunststoffteile die von Außerhalb zu sehen sind, haben eine hohe Qualität. Aber auch die Halterungen, Abdeckungen und Laufwerkskäfige haben eine recht gute Verarbeitung. Was mir persönlich auch gut gefallen hat ist, dass die Schrauben für die Befestigung der Seitenwände, nicht rausfallen wenn man sie rausschraubt.





Montagemöglichkeiten & co:


Fangen wir mit dem 3,5“ Festplattenkäfig an... Der Käfig hat nur Platz für 2 HDDs bzw. SSDs. Dieser kann entweder komplett abgenommen werden oder bietet für die Montage 2 Positionen an. Je nachdem wie lang das Netzteil ist oder ob ein Radiator an der Front montiert wird, kann dieser nach Belieben ausgewählt werden. Kurzgesagt: Ihr solltet euch vorher überlegen ob Ihr mehrere Laufwerke haben werdet oder nicht… Denn große Mengen an 3,5“ HDD’s finden keinen Platz… Die Festplatten werden mit herausnehmbaren und mit Gummiringen entkoppelten Schienen montiert.






Es finden Netzteile bis zu 20cm Ihren Platz. Somit passen nicht nur kurze Netzteile wie das 140mm tiefe Corsair CS550M, sondern auch mein 750W BeQuiet Dark Power Pro 11 welches 180mm tief ist. Das Netzteil sitzt auf 4 Gummifüßen um Vibrationen des Netzteillüfters nicht an das Gehäuse weiterzuleiten.





Ein weiteres Feature ist der sogenannte „Direct Airflow Path” der durch das Fehlen der Laufwerksschächte an der Frontseite einen direkten Luftstrom ermöglicht, was theoretisch auch zu besseren Temperaturen führen sollte. Dies ermöglicht auch den Einbau von Grafikkarten bis 370mm. Außerdem bietet das Gehäuse 2 modulare Laufwerksschächte hinter denen man Netzteil, die Kabel und den 3,5“ HDD-Käfig verstecken kann. Die beiden Abdeckungen können auch je nach Wahl komplett weggelassen werden.





Auf der Oberseite können entweder 2x 140mm Lüfter oder 3x 120mm Lüfter eingebaut werden. Auch Radiatoren bis 240mm finden Ihren Platz. Aber in der Praxis stellt sich dies als recht schwierig vor. Denn auf der Oberseite bleibt theoretisch nur 2,5cm Platz was für dicke Radiatoren + Lüfter bei Einbau eines ATX Mainboards zu wenig ist. Zusätzlich kann man die Lüfter je nach Vorlieben bei der Montage nach vorne oder nach hinten verschieben, weil Corsair an lange Löcher für die Schrauben gedacht hat.





Nach dem Entfernen des Frontpanels sehen wir den Staubfilter der durch 4 Magnete und einer Klips Halterung montiert wird. Auf der Herstellerwebseite wird von leichtzugänglich gesprochen, was in der Realität aber anders aussieht. Man hat jedesmal Angst wenn man das Frontpanel entfernen will. Man muss mit genug Kraft das Frontpanel rausreißen, damit die 6 Halterungen rausgehen und wer öfters seinen PC reinigen will, hat damit sicherlich Probleme. Nach einer Zeit könnten die Klipse brechen. Eine bessere Möglichkeit wäre meiner Meinung nach ein Frontpanel mit Scharnieren, damit man sie wie eine Tür öffnen kann oder eine andere Möglichkeit wäre, wenn man den Staubfilter unten am Gehäuse direkt rausziehen könnte... Der untere Staubfilter ist aber leichter zu entfernen, da dieser außerhalb liegt.





An der Front hat man die Möglichkeit 3x 120mm bzw 2 x 140mm Lüfter einzubauen. Es haben auch 120mm, 240mm, 280mm oder 360mm Radiatoren Platz. Der Festplattenkäfig kann für den Einbau wie vorhin schon gesagt wurde nach hinten verschoben werden um Platzprobleme auszuschließen.





An der Rückseite findet nur ein 120mm Radiator bzw. Lüfter Platz. Diesen kann man wieder wie an der Oberseite wieder verschieben. Die Höhe lässt sich somit nach Vorlieben einstellen.





Blicken wir jetzt kurz hinter das Mainboardtray. Für das Kabelmanagement ist 1,9cm Platz, welches meiner Meinung nach vollkommen ausreicht. Außerdem befinden sich dort 3 SSD Halterungen. Bei den Halterungen hat sich Corsair was einfallen lassen. Wenn man eine SSD reindrückt wird diese von den Plastiknasen auf den linken Seiten gehalten. Sobald man an diesen Nasen seitlich zieht, werden die SSD’s durch die Federn rausgedrückt. Bei Bedarf können die SSD Halterungen auch komplett entfernt werden.





Temperatur- & Lautstärketests:


Testsystem:
Als Testsystem dient mein HTPC. Anstatt meines Cryorig H7 habe ich für mehr Wärmeentwicklung den Boxed Kühler wieder eingebaut.

CPU: i3 550 @3,2Ghz mit Boxed Kühler
GPU: HD5670 1GB GDDR5 @800Mhz
MB: MS-7708
RAM: 4GB DDR3 Crucial Single Kit
Storage: SanDisk Ultra II 240GB + 500GB WD Blue
PSU: Corsair CS550M


Testsoftware: FurMark für GPU-Auslastung, Prime 95 für CPU-Auslastung, NZXT CAM zum Auslesen der Temperaturen
Testdauer: 30 Minuten


Temperaturergebnisse:


Die beiden vorinstallierten Lüfter der AF-Serie (AF120L und AF140L) haben 3 Pin Kabel. Bei voller Drehzahl mit 12V empfinde ich persönlich sie als hörbar. Gemessen wurden 38dB(A). Runtergeregelt auf 5V senkt sich dieser Wert auf 31dB(A) und ist somit deutlich leiser und unauffälliger.




Fazit:




Mit dem 400Q bietet Corsair in Preissegment von 90€ eine gute Wahl wenn man auf der Suche nach einem kompakten, aber gleichzeitig edlen und schlichten Gehäuse ist. Sofern man keine 5,25“ Laufwerke und nicht viele Festplatten benötigt, kann man ruhig zum 400Q oder alternativ zum 400C greifen… Klar es ist kein perfektes Gehäuse aber die Verarbeitungsqualität ist gut. Was ich mir von Corsair wünschen würde als Verbesserung wäre: Mehr Platz an Front und Oberseite. 2-3cm mehr würden eine Problemlose Montage von Radiatoren ermöglichen. In diesem Zustand ist die Montage von großen Radiatoren schwer möglich. Außerdem würde ich mir bei 90€ Kaufpreis deutlich bessere 4 Pin PWM Lüfter wünschen ggf auch ein zweiter 140mm Lüfter an der Front.


Aber nichtsdestotrotz würde das 400Q definitiv weiterempfehlen.
 
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