[Test] XPG Defender Pro

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Lobsik

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16. 12. 2020
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Der taiwanesische Hersteller ADATA hat mit dem XPG Defender Pro einen prachtvollen Tower kreiert. Ich durfte den Tower testen und er macht auf meinem Schreibtisch schon mal einen optisch sehr schönen Eindruck. Was noch alles dahinter steckt, erfahrt Ihr im folgenden Testbericht.


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XPG Defender Pro - Ergebnis

Lieferung und Verpackung

Für die Lieferung benötigte ADATA meine Handynummer und der Versand wurde schnell und einfach über die UPS abgewickelt.
Die Verpackung hatte folgende Maße: L x B x H : 56,5cm x 28,5cm x 52cm
Jede Seite hat einen Aufdruck.
Die Vorderseite zeigt das Gehäuse im Profil.
Auf der Rückseite ist eine Explosionszeichnung des Towers zu sehen.
Links sieht man eine technische Zeichnung mit entsprechenden Baumaßen.
Auf der rechten Seite ist eine ausführliche Tabelle mit entsprechenden Spezifikationen abgebildet.
Ich finde die Aufdrucke der Verpackung interessant und praktisch, folglich jedoch nicht diskret. Somit kann jeder sehen, dass es sich um einen PC Tower handelt.


Im Inneren war der Tower mit angepasstem Styropor versehen um eine unfallfreie Lieferung zu vergewissern. Zum Herausheben aus dem Karton war diese Art von Verpackung etwas umständlich. Der Tower selbst war außerdem in einer Folie umwickelt.

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Äußeres​

Beim Auspacken ist darauf zu achten auf welcher Seite der Tower steht, denn dieser ist im Karton so verpackt, dass man dazu neigt ihn mit den hinteren Schrauben auf den Tisch abzustellen und somit Kratzer verursachen könnte.

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Weiterhin ist ein Quick Start Guide mit den nötigsten Informationen und einer kleinen Kollektion von XPG Aufklebern enthalten.


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Von der Folie befreit macht der Tower einen stabilen und gut verarbeiteten Eindruck. Dieses Model kam in tiefem Schwarz und unschwer zu erkennen waren die drei RGB Lüfter von XPG bereits vormontiert. Die Front springt gleich ins Auge und wirkt mit dem ungleichmäßigen Wabendesign leicht hypnotisierend. Das Gehäuse ist angenehm anzufassen. Die Fensterseite besaß von Innen wie von Außen eine Schutzfolie zum Abziehen.


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Auf der Oberseite befindet sich ein feines Abdeckgitter mit Magnetstreifen. Darunter wäre noch Platz für bis zu 240mm Lüfter oder eine 240er Wasserkühlung. Weiterhin befinden sich 2 x 3.0 USB Steckplätze, 1 x Kopfhörer/Mikrofon AUX Steckplatz, 1 x Beleuchtungsbutton und 1 x Power Button im "Play-Design".

Die Hintere Seite ist mit abnehmbaren Schutzgittern für PCIe Steckplätze geschmückt. Der Lüfterausgang ist ebenfalls in einem Wabendesign auffällig.

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Die Unterseite zeigt sich ebenso in Wabendesign mit einem abnehmbaren feinen Gitter, ähnlich wie auf der Oberseite nur mit einer Haltevorrichtung zum Ein- und Ausschieben.
Die Füße des Towers sind aus einem gummiartigen Kunststoff gefertigt, haben eine Anti-Rutsch-Wirkung und sind verschraubt.


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Die Wabenfront besitzt 6 Magnetpunktstellen und lässt sich sehr komfortabel abnehmen. Darunter verbirgt sich ein feines Gitter zum Rauf- und Runterschieben. Dies macht es leicht den Tower zu reinigen.


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Inneres​

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Beim Öffnen der Seitenabdeckungen fallen sofort die Leitungsdurchlässe auf. Damit lässt sich schön experimentieren und ein sauberes Erscheinungsbild erschaffen. Auf der Wand sind entsprechend der Größe die ATX Bezeichnungen eingraviert, was ich ziemlich cool finde. Über der PSU sind zwei Löcher mit Gewinde zu sehen. Diese sind zum Befestigen eines Riser Kabels gedacht. Auch hier ist eine Kabelführung von der PSU vorhanden.


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Hierbei ist mir ein kleines Detail aufgefallen, das später bei der Leitungsverlegung ein nettes kleines Extra darstellt - eine kleine Metallschlaufe um die Kabel zu fixieren.

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Beim Öffnen der schwarzen Seitenabdeckung war eine Verpackung mit diversen Schrauben und Kabelbindern in schwarz zu finden.


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Unter den Zick-Zack-Kabeleinlässen sind zwei Einschübe für Festplatten zu sehen. Diese Einschübe werden in jeder Ecke der Festplatte geknippst und in der Mitte sollten, die in meinem Falle HDDs, festgeschraubt werden. Dafür sind im Lieferumfang leider keine Schrauben vorhanden.

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Für 2,5 Zoll SSDs sind zwei Montageplätze vorgesehen. Einerseits finde ich die Idee einfallsreich, andererseits umbequem und umständlich, da die Sata Kabel entsprechend positioniert werden müssen. Hier wären individuelle Anschlussleitungen die optimale Lösung, denn in dem Gehäuse ist sehr wenig Platz für eine schöne Leitungsverlegung. Von Nachteil ist hierbei auch die Schraubenplatzierung. Zuerst muss die hintere SSD montiert werden bevor die Vordere ihren Platz findet - außer man ist im Besitz eines 90° Schraubendrehers.

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Da nun alle 4 Festplattenplätze belegt sind, widmen wir uns dem vorhanden Kabelbaum. Dieser ist für die Beleuchtung und Funktionaliät der Steckplätze und Knöpfe der Frontseite. Hierbei ist zu erwähnen, dass der Beleuchtungsknopf eine tolle Idee ist, bei mir jedoch keine Funktion findet, da die RGB Beleuchtung sich mit meiner Mainboardbeleuchtung synchronisieren soll. Somit ist der Beleuchtungsbutton außer Funktion. Nähere Farbkombinationen und Modi sind im Quickstartguide beschrieben.
Außerdem sind LED Stripes an der Front oben und unten angebracht, die ebenfalls angesteuert werden sollen. Sämtliche RGB Beleuchtung sollten zusammengeschlossen werden und an der entsprechenden Steuerung angebracht werden (Mainboard) oder eben an dem Beleuchtungsbutton. Der Beleuchtungsbutton besitzt 2 x 3 Pin RGB und 2 x 4 Pin RGB Anschlüsse. Also genügend um RGB nachzurüsten.

Der Einbau des Mainboards verlief zwar problemlos, jedoch auch hier wurden zu wenig Schrauben für mein ATX Board mitgeliefert. Es sind 9 Schrauben zu setzen. Geliefert wurden jedoch nur 4 Schwarze. Da ich leider keine schwarzen hatte, musste ich entscheiden welche silber und welche schwarz werden sollten.

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Die Leitungsverlegung sieht von Vorne sehr gut aus und kann optisch ansprechend verlegt werden. Noch ein nennenswertes kleines Gimmick ist die Einsparung bei der PSU für einen Bildschirm oder gar einer PSU mit integriertem Display.

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Bei der vertikalen Montage der Grafikkarte sind mir die zwei Metallschlaufen aufgefallen, die die Grafikkarte stabilisieren. Dies hat mir persönlich sehr zugesprochen. Im Gegenzug dazu benötige ich die Vorbohrungen mit Gewinde für das Riserkabel überhaupt nicht, da es viel zu tief ist, als dass ich die Grafikkarte daran anschließen könnte.


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Das größte Minus meinerseits ist der mangelde Platz für eine gute Leitungsverlegung. Man muss teilweise quetschen und versuchen zu verstecken. Unter der Seitenabdeckung sieht es einfach nur chaotisch aus und man hat kein gutes Gefühl trotz vielen metallischen Schlaufen um Kabelbinder zu befestigen. Außerdem ist auch kaum Platz für das Netzteil mit Leitungsanschluss. Meiner Meinung nach wird hier viel Platz in der unteren Region des Towers verschwendet.


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Ergebnis​

Das Endergebnis kann sich trotzdem sehen lassen und macht ein schönes Gesamtbild.

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Technische Relevanz​

Ich habe außerdem ein paar Daten mit meinem alten Tower aufgenommen und bin sehr positiv überrascht. Unter Last erhalte ich ein kleinwenig mehr Leistung aber der größte Pluspunkt dabei ist die Temperatur, die sich um ganze 10°C niedriger ansiedelt.

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Alt​

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Neu​

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Zum Vergleich: Mein altes System
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Das hierfür verwendete System:
Intel Core i9 9900K 8x 3.60GHz
Corsair Vengeance 4x8 GB DDR4 3200 MHz
MSI MPG Z390
Be Quiet BK003 CPU-Kühler
NVIDIA GeForce GTX 1070 8 GB

Ein großes Dankeschön geht raus an das hardwareinside Team! Ganz besonders an René und den beteiligten Menschen im Hintergrund!
Bleibt gesund und habt eine schöne Zeit!
 

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