Erfahrungsbericht Lian Li O11D Xl, Amd Ryzen 3700x, Asus Strix X570-E Gaming

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Hinsi

Neues Mitglied
22. 12. 2019
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Guten Tag liebe Hardwareinside - Community,
im Rahmen des Weihnachtsgewinnspiels möchte ich hier einen kleinen Erfahrungsbericht (nur über das Zusammenbauen) über meinen neuen Build abgeben.
Dies ist seit langem mein erster Pc-Build, weshalb ich beim Einbau über einige Problemchen stolperte, über welche der Enthusiast wahrscheinlich nur lachen kann. In diesem Bericht möchte ich jedoch grade auf diese Sachen eingehen, damit Leute wie ich es in Zukunft einfacher haben beim Zusammenbau ihrer Systeme (ich gehe davon aus, dass noch einige Builds mit diesem oder ähnlichem Setup gebaut werden). Professionelle Reviews der Artikel gibt es jeweils von namhaften Test-Institutionen, sodass man sich dort einen guten ersten Gesamtüberblick verschaffen kann.
Meine Komponenten im Überblick:
  1. Gehäuse: Lian Li O11D XL
  2. CPU: Amd Ryzen 3700X
  3. Mainboard: Asus Rog Strix X570-E Gaming
  4. Ram: G.Skill Trident Z Neo 3600 cl14 16 gb - Samsung B-Die (leider noch nicht eingetroffen)
  5. GPU: Nvidia Geforce Rtx 2070 Super (ebenfalls noch nicht da)
  6. Netzteil: Corsair TX650M
  7. SSD: Crucial Mx500
  8. Lüfter: 3x Noctua NF F-12 Chromax (noch nicht da), 1x Enermax UCTB12A (hatte ich noch rumliegen)
In Zukunft wird noch eine Wakü mit Distroplate und Hardtubes in das Gehäuse kommen, was jedoch momentan finanziell noch nicht möglich ist (bin Fan von Ganz oder gar nicht, wird also etwas teurer werden).

Zunächst möchte ich auf das brandneue Gehäuse von Lian Li eingehen:
Die Verarbeitung ist Spitzenklasse, nirgends scharfe Ecken oder Kanten, alles passt sehr gut zusammen ohne zu wackeln o. ä.. Sehr gut gefallen mir die großen gehärteten Glasscheiben, mit der man die Hardware optimal zur Geltung bringen kann. Auch Front und Deckel aus Aluminium tragen zu dem hochwertigen Feeling bei und sorgen für eine elegante Optik (ich hatte davor ein TT The Tower 900 Gehäuse, welches ein Koloss vor dem Herrn war und 25kg wog). Mit seinen 10kg Gewicht ist das Lian Li Gehäuse sehr leicht für seine Größe, was hauptsächlich dem verbauten Alu und den relativ dünnen Stahlwänden geschuldet sein dürfte. Ebenfalls super ist die Verriegelung für den Deckel.
WIN_20191229_01_25_50_Pro.jpg
Kommen wir nun zu den Dingen, die ich an dem Gehäuse auszusetzen habe: Man muss sagen es ist Meckern auf sehr hohem Niveau, allerdings hat man gemerkt, dass der Stahl bspw. an der Rückwand nicht sehr dick ausfällt (Stichwort niedriges Gewicht) und man so z.B. beim Festziehen der Schrauben der PCI-e Slots (habe zunächst noch meine alte Graka verbaut) merkt wie sich die Wand etwas biegt. Dies ist sicherlich nicht tragisch, aber man hätte natürlich ein besseres Gefühl, wenn das Gehäuse etwas steifer wäre. WIN_20191229_01_26_45_Pro.jpg
Was mir ebenfalls aufgefallen ist: Die IO-Blende meines Mainboards schließt nicht komplett bündig mit der Gehäuserückseite ab, es bleibt ein Spalt von ca 1mm (nicht ganz gleichmäßig), wie zu sehen auf folgendem Bild:
WIN_20191229_01_26_57_Pro_LI.jpg
Nicht ganz optimal gelöst ist außerdem meiner Meinung nach die Technik, wie die Hot-Swap Laufwerke aus ihrer Arretierung gelöst werden: Man löst eine Schraube etwas und kann dann eine Arretier-Schiene rüber schieben, indem man die Schraube nach links drückt. Ansich eine gute Sache, jedoch verstehe ich nicht wieso man nicht wie an andren Stellen des Gehäuses (z.B. die Abdeckung der Festplatten-Slots) Schrauben nimmt, die in dem Loch bleiben, wenn sie gelöst sind. Mir sind diese nun schon einige Male runter gefallen und die wieder da rein zu pfrimeln macht nun wirklich keinen Spaß. Zu guter letzt ist die Seitenwand zu nennen welche sich nach dem selben Prinzip wie die Glasscheiben einfach heraus heben lassen. Leider ist die Rückwand so nah an den Kabeln der Frontplatinen, dass es sich als relativ umständlich erweist die Rückwand wieder anzubringen, da man die 3 Nipsis oben und die zwei Stege unten alles treffen muss, die Kabel jedoch dagegen drücken. Allzu tragisch ist das alles aber nicht, da man Rückwand und Laufwerksschächte (ich zumindest) nicht so häufig öffnet, sodass es nur jetzt beim Einbau ein Problemchen darstellt.
WIN_20191229_01_30_25_Pro.jpg

Nun möchte ich zum Mainboard übergehen:
Das Mainboard ist sehr gut verarbeitet und sieht echt klasse aus! Es liegt alles an Kabeln und Anleitung bei, was man benötigt und das Board ist schnell im Gehäuse verbaut. Auszusetzen habe ich hier eigentlich nur zwei Dinge: Einmal war mir in der Anleitung nicht klar genug dargestellt, welche Kabel man nun alle vom Netzteil zum Mainboard verbinden muss. Wenn man lange nichts mehr oder noch nie einen Pc zusammengebaut hat, ist einem evtl nicht klar, was alles sein muss. Man benötigt einmal das 24pin Kabel für den Strom für das Mainboard UND die 8pin Verbindung, welche den Strom für die CPU liefert. Für mich sah es zunächst so als sei es eine entweder ODER Sache (in der Anleitung steht (A) 24pin (B) 8pin), für erfahrene Leute natürlich eine klare Sache.
Was mich aber nun wirklich stört und einfach unverständlich für mich ist, ist die Bereitstellung an USB 3.0 Schnittstellen intern für das Frontpanel. Wie kann es sein, dass ein Top aktuelles Mainboard in dieser Preisklasse EINEN USB 3.0 aber ZWEI USB 2.0 Schnittstellen intern hat..!? An meinem Lian Li Gehäuse habe ich 4 USB 3.0 Schnittstellen an der Front, wovon ich jetzt zwei mittels Adapter an den USB 2.0 Anschlüssen anschließen muss und damit nur veraltete Technik nutzen kann... Schade! Es gäbe natürlich die Möglichkeit über eine PCI-e Karte einen weiteren internen USB 3.0 Anschluss bereitzustellen, was für mich jedoch optisch nicht in Frage kommt.
Aufgefallen ist mir außerdem, dass der interne USB 3.0 Anschluss ziemlich labbrig ist und man immer das Gefühl hat etwas kaputt zu machen, wenn man den Stecker löst.

Kommen wir nun zum Netzteil:
Das Corsair wirkt sehr hochwertig und sorgt durch seinen teilmodularen Aufbau für ein relativ aufgeräumtes Kabelmanagement. Für meine Anforderungen hätte das große 24pin Kabel deutlich kürzer sein können, so dass man es besser verstauen könnte, aber bei noch größeren Gehäusen ist man sicher froh darüber. An Kabeln ist alles dabei, was man braucht. Leider sehen weder das 24pin Kabel und noch das 6pin GPU Kabel besonders gut aus, sodass man hier aufjedenfall ein Kabelmod nachrüsten sollte wenn man Wert auf die Optik legt.
WIN_20191229_01_46_32_Pro_LI.jpg

Das wärs jetzt erstmal von meiner Seite, sobald mein Ram da ist kann ich auch mehr sagen über die funktionelle Seite. Hoffe der ein oder andre kann hiermit etwas anfangen, wenn er etwas ähnliches wie ich zusammenbaut...

Grüße aus Stuttgart, Hinsi.
 

Makkio

Neues Mitglied
10. 01. 2020
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Schönes Setup. Mich würde freuen, wenn zufällig jemand dieses Setup testen könnte und einen Bericht oder ein paar Erfahrungswerte dazu posten würde. Ich suche einen Komplett-PC bis 800 € und der würde perfekt zu meinen Anforderungen passen, aber ohne Review find ich es immer schwierig zu entscheiden.
 
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